Arthritis

Arthritis trifft nicht nur die Älteren

Eine Therapie durch den Physiotherapeuten kann Rheuma-Patienten, neben regelmäßigem Sport wie Radfahren oder Schwimmen, Linderung verschaffen. Wichtig ist, dass die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt wird. FOTO: dpa-tmn / Angelika Warmuth

Homburg. Rheuma-Erkrankungen sind auch im Saarland auf dem Vormarsch. Auch junge Menschen können betroffen sein.

Immer mehr Menschen im Saarland erkranken an Rheuma. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der Kaufmännische Krankenkasse (KKH) anlässlich des Welt-Rheumatages am vergangenen Freitg. Demnach stieg die Zahl der Betroffenen von 2007 auf 2017 um 18 Prozent. Damit liegt das Saarland jedoch deutlich unter dem bundesweiten Plus von 30 Prozent, hat im Ländervergleich sogar die niedrigste Steigerungsrate.

Rheuma gilt als Krankheit mit vielen Gesichtern. Rund 400 verschiedene Krankheitsbilder werden heute unter diesem Begriff zusammengefasst. Im engeren Sinn ist mit Rheuma die rheumatoide Arthritis gemeint, auch chronische Polyarthritis genannt. Sie ist die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. Die fortschreitende Gelenkentzündung zählt zu den Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem irrtümlich den eigenen Körper angreift. In der Folge kommt es zu Entzündungsreaktionen insbesondere der Gelenke.

Schätzungen zufolge leiden bundesweit 800 000 Menschen unter der rheumatoiden Arthritis. Laut KKH-Daten tritt Rheuma vor allem nach dem 40. Lebensjahr auf. Besonders betroffen sind in Deutschland die 70- bis 79-Jährigen (plus 22 Prozent) sowie die 80- bis 89-Jährigen (plus 27 Prozent). Aber auch bei den 19- bis 29-Jährigen gab es von 2007 auf 2017 einen Anstieg um zehn Prozent. Bei Kindern kann die Erkrankung ebenfalls auftreten.

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