Gemeinderat

Gemeinde hat jetzt drei Beigeordnete

Kirkels Bürgermeister Frank John (links) mit den neuen ehrenamtlichen Beigeordneten der Gemeinde, Günter Ostermayer, Peter Voigt und Max Victor Limbacher (von links). FOTO: Thorsten Wolf

Kirkel. Abstimmungsmarathon in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates Kirkel am Donnerstagabend.

Seit Donnerstagabend hat Kirkel einen neuen Gemeinderat – und ab jetzt drei statt zwei ehrenamtliche Beigeordnete. Bislang hatten Bernd Weißmann und Patrick Schwaab die Ämter des ersten und zweiten Beigeordneten bekleidet. Nachdem Weißmann (SPD) im Zuge der Diskussion um seine Teilnahme an einer öffentlichen Ausschreibung der Gemeinde zurückgetreten war und auch sein Gemeinderatsmandat für den neuen Gemeinderat zurückgebenen hatte und Patrick Schwaab (SPD) nicht mehr antrat, galt es, für die drei Posten neue Gesichter zu finden. Die SPD hatte sich schon im Vorfeld fraktionsintern auf die Kandidaten Günter Ostermayer als ersten, Peter Voigt als zweiten und Max Victor Limbacher als dritten Beigenordneten verständigt.

Bevor es allerdings um die Wahl an sich ging, erklärte Kirkels Bürgermeister Frank John (SPD), warum es nun möglich sei, eben drei anstatt zwei ehrenamtliche Beigeordnete zu wählen: zu tun hat es damit, dass das Kommunalselbstverwaltungsgesetz (KSVG) es für Kommunen über 10 000 Einwohner ermögliche. Für die CDU kritisierte Sarah Hochlenert diesen Schritt, sie konnte den Zuwachs nicht nachvollziehen, zumal man gerade so über 10 000 Einwohnern liege. Zudem sei es eher sinnvoll, hier bei den Kosten zu sparen. Auf den Hinweis von Esra Limbacher, dem Fraktionssprecher der SPD, man habe ja auch der CDU und den Grünen je einen der drei Posten angeboten, griff Andreas Kondziela von der CDU in die Diskussion ein. Tatsächlich habe man der CDU einen ehrenamtlichen Beigeordneten angeboten – als Gegenleistung dafür aber verlangt, dass die CDU bei der Ortsratswahl in Kirkel-Neuhäusel keinen Kandidaten aufstelle (hier wurde am Mittwochabend Hans-Dieter Sambach von der CDU als Ortsvorsteher gewählt). Die Darstellung von Kondziela blieb seitens der SPD unwidersprochen.

Mehrheitlich konnte sich die SPD dann im Anschluss mit ihrem Vorschlag für drei Beigeordnete durchsetzen. Die Wahl zum ersten ehrenamtlichen Beigeordneten selbst gestaltet sich einigermaßen kurios: Die SPD schickte Günter Ostermayer ins Rennen, für die CDU trat Sarah Hochlenert an. Für einen Wahlsieg war bei 30 zu vergebenen Stimmen (drei Ratsmitglieder fehlten am Donnerstag) die Mehrheit 16 Stimmen notwendig. Am Ende konnte Ostermayer aber nur 15 Ja-Stimmen auf sich vereinen, auf Sarah Hochlenert entfielen zwölf – und drei Gemeinderatsmitglieder stimmten für Peter Voigt.

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