Feststellbar ist, dass in den wenigsten Fällen schlechte Absichten zu Mängeln in der Kommunikation führen; es sind vielmehr Unsicherheiten und Begrenztheiten im Durchschauen können, was Ursache und Wirkung, was Anlass und Folge zueinander bedeuten.

Ein sehr positives Beispiel von Kooperation zwischen Freiwilligen und dem Jobcenter zeigt sich im Projekt „Mein Weg in die Arbeit“. Hier werden die Erfahrungen der Ehrenamtlichen mit ihren Kenntnissen in Bezug auf ausländische Frauen und Männer eingesetzt. Dadurch soll die Chance einer Vermittlung in Arbeit, auch bei schwächerem Sprachvermögen der Beteiligten, erhöht und ausgeweitet werden. Die Tatsache, dass das Jobcenter auf die Mitteilungen der Ehrenamtlichen und deren Beteiligung an der Umsetzung wert legt, zeigt wie hilfreich es sein kann, wenn Erfahrungskompetenzen eine Rolle spielen dürfen.

Die Frage, ob Hilfen und Verantwortlichkeiten mit und für die Flüchtlingsfamilien erforderlich bleiben, hat sich in der Runde nicht gestellt. Vielmehr geht es um Schwerpunktsetzung für das, was leistbar ist. Hier könnte ein Akzent darin liegen, junge Menschen zu begleiten, die absehbar im Übergang von Schule zu Ausbildung fördernde und begleitende Hilfen gebrauchen können.

Einen nachdenklichen und gleichzeitig beeindruckenden Akzent des Austauschs stellte der junge Syrer Yazan H. zur Verfügung. Er schilderte seine Lebenslage und gab zu seiner eigenen Geschichte Auskunft. Dabei wurden auch Ängste und Unsicherheiten genannt, die für ihn noch keine umfassende und ergiebige Kommunikation ermöglichen. Neben seinem Dank für die Hilfen, die er erfahren hat, machte er seinen Bekannten und den Flüchtlingen vor Ort insgesamt Mut, sich in die Aufgaben der kulturellen und sozialen Lebensentwicklung einzubringen, schreibt Homberg abschließend.

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