Wenn Sprache der Schlüssel für eine gelingende Integration ist, dann darf gefragt werden, wo die Türen sind, welche Türen sich öffnen lassen, damit um Verständigung und Austausch angeklopft werden könnte. Besonders mit den höchsten Erwartungen von Behörden und Ämtern, die ihre Formulare, Anträge, Benachrichtigungen und Vorgaben in einer umfänglichen sowie juristisch und formal abgesicherten Sprache und Form gestalten, können zumindest die Flüchtlinge auch nach längerem Aufenthalt zu wenig anfangen. Hier bestehen – wie auch in zahlreichen anderen Lebensfeldern – zu komplizierte und zu hohe Hürden, die das Gegenteil von niederschwelligen Möglichkeiten darstellen.

Die Hürden bei Verträgen jeder Art, bei Geschäftsverträgen, bei medizinischen Belangen oder in Bezug auf Mobilität sind häufig nicht minder hoch, um nach und nach durchschaut und selbständig bewerkstelligt zu werden. Dies gilt auch für die Erfordernisse, die mit der Suche nach Arbeit oder Wohnung oder Spielregeln des täglichen Lebens in Verbindung stehen.


top