Nach Mauschelei-Vorwurf

Kirkels Beigeordneter nimmt seinen Hut

Der Gemeinderat Kirkel hat die Vergabe öffentlicher Aufträge für den Erweiterungsbau der Freiwilligen Ganztagsschule Kirkel-Limbach vorerst gestoppt. FOTO: Thorsten Wolf

Kirkel . Nach dem Vorwurf der Mauschelei bei der Vergabe öffentlicher Aufträge in Kirkel hat der erste Beigeordnete Bernd Weißmann (SPD) sein Amt niedergelegt. Jetzt prüft die Kommunalaufsicht den Fall.

Der erste ehrenamtliche Beigeordnete der Gemeinde Kirkel, Bernd Weißmann (SPD), ist wegen der Affäre um Aufträge, die er von der Gemeinde für seine Firma erhalten hatte, zurückgetreten. Auch sein Mandat im Gemeinderat legte er aufgrund der deutlichen Kritik nieder. Das bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung am Dienstag die Gemeindeverwaltung.

Diese sah sich starker Kritik ausgesetzt, nachdem in Rede stand, den Auftrag für die Projektsteuerung zum Ausbau der zwei Freiwilligen Ganztagsschulen in Kirkel im Rahmen einer offiziellen Ausschreibung eben an Bernd Weißmann zu vergeben. Der Rat will nun prüfen, ob eine Projektsteuerung, die 140 000 Euro kostet, notwendig ist.

Auch war der Verwaltung vorgeworfen worden, an Weißmann einen Auftrag in Höhe von 20 000 Euro zur Begutachtung von Schweißnähten, ausgeführt von Mitarbeitern des Gemeinde-Bauhofs, zugesprochen zu haben. Im Falle der Auftragsvergabe war das eigentliche Verfahren durch den Gemeinderat in Gänze gestoppt worden, nachdem das Gremium grundsätzlich Zweifel an der Notwendigkeit eines Projektsteuerers deutlich gemacht hatte. Die Zahlung der besagten 20 000 Euro hatte die Gemeinde der SZ bestätigt, ihre Grundlage allerdings als rechtmäßig beurteilt und anders begründet, als in einem anonymen Schreiben geschildert wurde (wir berichteten).

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