Der Kontakt kommt oft eben über den Pflegestützpunkt zustande, wie Haas erklärt. Sie besuche die Leute von Amts wegen: „Je häufiger man dort ist, desto eher merkt an, wenn die Leute einsam sind. Manchmal rufen aber auch Senioren oder deren Angehörige wegen des Besuchsdienstes an.“ Beim ersten Kontakt zwischen Senioren und „ihren“ ehrenamtlichen Besuchern ist sie stets dabei und fungiert später etwa auch als Ansprechpartnerin in versicherungsrechtlichen Angelegenheiten. Seniorinnen wollten eher von Frauen besucht werden, Senioren von Männern, nennt Haas eine leichte Tendenz. „Männer reden gerne über handwerkliche Dinge und Berufe.“

Die Besucher stellten auch Veränderungen fest und gäben das an den Stützpunkt weiter. Dieser könne dann etwa Essen auf Rädern organisieren, wenn man merke, dass die Senioren – etwa in Folge einer Demenz oder weil es schlicht zu anstrengend wird - nicht mehr kochen und an Gewicht verlieren. „Das kriegt man sonst schwer mit“, sagt Haas. Hilfe könne so früher vermittelt werden.


top