Abriss geht bis Ende Mai

Fürs Stadtbad schlägt letztes Stündlein

Mit schwerem Gerät wurde die eigentliche Schwimmhalle des alten Homburger Stadtbades geöffnet und eingerissen, an Stelle des Baus soll in der Zukunft auch eine für den Flohmarkt nutzbare Fläche entstehen. FOTO: Thorsten Wolf

Homburg. Die dritte und letzte Phase des Abrisses ist eingeläutet. Auf dem Gelände sollen anschließend neue Parkplätze entstehen.

Nur noch kurze Zeit, dann ist das alte Homburger Stadtbad am Forum Geschichte. Nachdem das Gebäude einige Zeit lang entkernt wurde, läuft nun der tatsächliche Abriss. Damit wird, nachdem das alte Freibad vor langer Zeit eingeebnet wurde, das letzte Kapitel der früheren Homburger Bädergeschichte zugeschlagen. Die Nachfolge hat bekanntlich das in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) betriebene Kombibad „Koi“ in Bruchhof angetreten.

Aktuell ist schon ein großer Teil des eigentlichen Schwimmhallenbereiches ein- und abgerissen, die Funktionsräume noch vorhanden, die Außenmauern komplett „nackt“. Der Anfang vom Ende des Bades hatte dabei einige Zeit auf sich warten lassen. Das lag auch an der Bausubstanz des Stadtbades: Dort waren in den Siebzigern Materialien verbaut worden, die heute als Schadstoffe gelten. Deren Entsorgung galt es, rechtsicher abzuwicklen. Dazu gehörte auch, sie per Schadstoffkataster zu ermitteln, auch per Beprobung. All das führte zu einer Verzögerung des Abrisses des schon im November 2014 geschlossenen Stadtbades. Dieser Abriss ging und geht in drei Etappen von statten: Zuerst wurde der Gebäudekomplex entrümpelt. Danach ging es darum, die Innenausstattung fachgerecht zu entsorgen. Jetzt folgt der eigentlich Abriss.

Kosten wird der die Homburger Parkhaus und Stadtbus GmbH (HPS) als Eigentümer des Baus nach Informationen der Stadt 280 000 Euro, dazu kommen Kosten für die Planung des Abrisses in Höhe von etwas unter 100 000 Euro und weitere 140 000 Euro für die Entsorgung der Asbest-Altlasten. Damit liege man, wie Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff am Mittwoch erklärte, unter den geschätzten Kosten von 600 000 Euro. Das Bad war nach der Schließung an die städtische Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS) verkauft worden.

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