Methode Lockstab mit Baldrian

Wildkatze oder nicht: So läuft der Nachweis

Hier ist eine zwei Monate alte Wildkatze  zu sehen.FOTO: picture alliance / Caroline Seid / Caroline Seidel

Homburg. Es war rund um den Besuch des Grünen-Bundespolitikers Cem Özdemir im Dezember bei der Bürgerinitiative „Erhaltet die Mast­au – gegen die B 423-neu“ eines der Aufregerthemen. Der Landesverband Saarland des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hatte nämlich da gerade bekannt gegeben, dass hier, wissenschaftlich nachgewiesen, geschützte Wildkatzen unterwegs seien.

Das sorgte naturgemäß bei den Gegnern der Umgehungsstraße für frohe Gesichter, während deren Befürworter Zweifel anmeldeten (wir berichteten).

Wie aber läuft so ein Nachweis überhaupt ab? Der BUND lieferte dazu Antworten in seinem offiziellen Bericht. Dazu gehört auch die Einordnung, die besagt: Der Nachweis der Wildkatze belege, dass das Gebiet von Wildkatzen aufgesucht werde. „Er gibt jedoch keinen Hinweis auf die Frequenz und die Intensität ihrer Anwesenheit. Als Fortpflanzungsraum erscheint die Mastau auf Grund fehlender Ruhezonen eher ungeeignet.“ Ein für Wildkatzen idealer Lebensraum bestehe aus Wald als Ruheraum, Offenland zur Mäusejagd und einem Gewässer. Mit dem Kirkeler Wald, der Blies und den Wiesen der Mastau seien diese Verhältnisse gegeben. So sei es denkbar, „dass die Wildkatze (regelmäßig?) aus dem Kirkeler Wald entlang der Blies mit ihrem Gehölzsaum als Deckung die Mast­au als Jagdraum aufsucht, womit die Bliesaue zum Revier mindestens einer Wildkatze gehören könnte“.

Neben der Funktion als Jagdgebiet könnte die Mastau auch Teil eines Wanderkorridors zwischen den von Wildkatzen besiedelten Gebieten Kirkeler Wald und Karlsbergwald sein.

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