Homburger Woche

Nirgendwo die Schneekönigin

FOTO: SZ / Robby Lorenz

Westwind, Deine feuchten Schwingen... Ja, bei uns regnet es, die Tropfen werden mal weiß, dann wieder grau. Und dabei wünschten wir uns wenigstens ein paar Tage mal knirschenden Schnee unter den Stiefeln und tanzende Flocken vor dem Gesicht.

Natürlich würden wir dann auch im Wald spazieren gehen, Schnee schippen und Schlittenfahren. In Bayern und in Österreich hat man für derlei Hirngespinste wenig übrig, da versackt man unter der weißen Last. Warum muss alles ins Extreme kippen? Bei uns ist es ungemütlich, feucht und voller Grippeviren. In Bayern ist es ungemütlich, kalt und voller Pappschnee. Und noch dazu droht Lawinengefahr. Das muß früher mal anders gewesen sein, als wir alle noch klein waren. Da gab es nämlich noch die Schneekönigin, die gleichmäßig schöne weiße Flocken in ganz Nordeuropa verteilte. Ist sie weg? Inzwischen muss in ihrem Eispalast ein Verrückter herumwüten. Wir kriegen nichts, andere alles. So geht das nicht.

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