„Jo, werklich!“

Saarländer und Pfälzer im Feiertags-Shoppingduell

Trotz Feiertag sind die Geschäfte an Maria Himmelfahrt in Homburg geöffnet. FOTO: Stadt Homburg

Seit Jahren profitiert die Pfalz davon, dass das benachbarte Saarland Mariä Himmelfahrt als Feiertag begeht. Käufer kommen dann zum Shoppen über die Landesgrenze. Diesmal ist es anders: Ein saarländischer Ort öffnet seine Geschäfte. Die Kirche kritisiert das - augenzwinkernd.

Die Verbalgeschütze sind aufgefahren, der Kampf um Einkäufer hat begonnen - hier, im südwestlichsten Zipfel Deutschlands. Es geht um Mariä Himmelfahrt, das an diesem Donnerstag (15. August) im sehr katholischen Saarland ein gesetzlicher Feiertag ist, aber im benachbarten Rheinland-Pfalz nicht. Von jeher fahren an diesem Tag daher viele Saarländer zum Shoppen über die Landesgrenze.

Doch dieses Mal soll alles anders werden. „Ihr müsst am Feiertag nicht in die Pfalz!“, heißt es frohlockend aus dem saarländischen Homburg. „Jo, werklich!“ Erstmals werde es in der Stadt mit rund 40 000 Einwohnern einen verkaufsoffenen Feiertag im Saarland geben, und zwar den einzigen an diesem Tag an der Saar.

„Wir hoffen, dass wir ein Stück vom Kuchen abbekommen“, sagt die Vorsitzende des Gewerbevereins Homburg, Annette Germann, mit Blick auf einkaufswillige Bummler. Rund 50 Geschäfte warten in Homburg von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf Kunden. Und: Stadt und Verein stellen ein umfassendes Rahmenprogramm zusammen - mit XXL-Hüpfburg, Straßenmusik und Street Food. Man habe sich ganz viel Mühe gegeben.

(dpa)
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