Die Kälte nervt nicht nur die Menschen

Kalte Nächte haben dem Obst geschadet

Jede Streuobstwiese liegt klimatisch etwas anders, an manchen exponierten Plätzen sind die Apfelblüten abgefroren, in geschützten Lagen war es kaum unter Null Grad. Deshalb kann man jetzt noch keine allgemeinen Aussagen über die Apfelernte machen.FOTO: SZ / Felix Ackermann

Homburg. Die Eisheiligen enden am Mittwoch. Ob es dann wärmer wird, werden wir sehen. Bisher waren die Nächte für manche Obstbaumblüten zu kalt.

Bis zum 15. Mai, dem Tag der hl. Sophie, wird es laut Bauernregel noch einmal kalt. Aber das schockt niemanden, zumal es ohnehin schon die ganze Zeit kalt ist. Mehrere Mai-Nächte, in denen die Temperatur um die Null Grad und auch etwas darunter lag, haben den Obstbäumen zugesetzt. Für Herbert Schwarz aus Kirrberg ist die Kirschernte bereits gelaufen. „Alles, was ich geeerntet habe, sind abgefallene Blüten“, sagt der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Kirrberg – und das hört sich alles andere als erfreut an.

Denn die Blüten der Kirschbäume sind im Kirrberger Vereinsgarten ebenso abgefroren wie bei den Zwetschgen- und Mirabellenbäumen. „Bei den Äpfeln kann ich es noch nicht sagen“, so Schwarz, „denn die unterschiedlichen Sorten blühen zu verschiedenen Zeiten. Die Augustäpfel wie Grafensteiner, waren schon durch mit der Blüte, die hat es nicht mehr erwischt. Und späte Sorten wie Prinzessin Luise haben noch nicht geblüht. Also gibt es für die Apfelernte noch Hoffnung.“

Noch bis 15. Mai fürchten Bauern und Gärtner die berüchtigten Eisheiligen. Jeder Tag ist nach einem Heiligen benannt, das Ende markiert die „kalte Sophie“. In diesem Jahr fielen die nasskalten Temperaturen nicht nur genau in die Zeit der Eisheiligen hinein – es herrschten schon in der Woche davor kalte Nachttemperaturen. Darunter haben die Neutriebe alter Bäume und Sträucher ebenso gelitten wie auch die Blüten der Quitte.

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