Seit Einführung der Flatrate-Karte

Schäden durch illegale Grüngut-Entsorgung

Vor solchen ziemlich massiven illegalen Grüngut-Ablagerungen in der Natur warnt die Stadt Homburg.FOTO: Stadt Homburg

Homburg. Mehr Fälle festgestellt. Pflanzen können massive Probleme bekommen, Wurzeln sterben ab.

Es hatte schon für ziemlich viel Unmut gesorgt, als bekannt wurde, dass auch in Homburg künftig für die Entsorgung von Grüngut bezahlt werden muss. 2018 wurde in Homburg eine Flatrate-Karte für die Grüngut-Abgabe eingeführt. Wer sein Schnittgut an einem der Containerplätze in den Stadtteilen oder bei der Firma Jakoby in Erbach abgeben möchte, benötigt diese für das gesamte Kalenderjahr gültige Karte, die 25 Euro kostet, erinnert die Stadt in einer Pressemitteilung. Vermehrt werde seit der Einführung der Karte allerdings festgestellt, dass illegal Grünschnitt entsorgt werde – sei es am Wegesrand oder im Waldgebiet. „Wie gefährlich diese Beseitigung sein kann, konnten die Grünflächenabteilung sowie die Ortspolizeibehörde der Stadt Homburg schon des Öfteren feststellen und möchten auch die Bevölkerung darauf aufmerksam machen“, heißt es weiter. Die Ablagerung, die teilweise meterhoch geschehe, führe  zu massiven Problemen für die gesamte Natur. Nicht nur, dass Pflanzen absterben und Lebewesen gestört würden, auch der wichtige Sauerstoffaustausch in der oberen Bodenschicht funktioniere nicht mehr. So sei es vor wenigen Tagen vorgekommen, dass in einem Homburger Wohngebiet ein Baum, dessen Wurzeln meterhoch mit Grünschnitt und Laub abgedeckt waren, auf das Dach des benachbarten Anwesens gefallen sei. Die Wurzeln seien aufgrund des Sauerstoffmangels abgestorben gewesen. Ähnliche Fälle von illegaler Grüngut-Ablagerung seien in den vergangenen Monaten in mehreren Homburger Stadtteilen festgestellt worden.

Die Grünflächenabteilung im Rathaus bittet daher alle Bürger, ihren Grünschnitt künftig nur noch an den bereitgestellten Plätzen zu entsorgen. In diesem Zusammenhang weist sie daraufhin hin, dass illegale Ablagerung nicht nur gefährdend ist, sondern dadurch auch zumindest der Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit gemäß Polizeiverordnung und Pflanzenabfallverordnung erfüllt werde. Künftig werde auch die Ortspolizei vermehrt kontrollieren und habe in einigen betroffenen Gebieten bereits Hinweiszettel an die Haushalte verteilt.

Die Flatrate-Karten für das Kalenderjahr 2019 sind für 25 Euro im Rathaus sowie im Stadtbusbüro – ab 13. Mai in der Talstraße 57 in der Tourist-Info zu finden – erhältlich. Beim Erwerb der Karte muss der Personalausweis mitgebracht werden, da eine entsprechende Liste angelegt wird. Die Grüngut-Karte ist grundstücksbezogen. Wer ohne Flatrate-Karte Grüngut abgeben möchte, muss dies am Wertstoffzentrum des Entsorgungsverbands Saar am Zunderbaum gegen eine geringe Gebühr erledigen. Hier können kleine Mengen Grüngut bis etwa 250 Liter abgegeben werden. Größere Mengen sollten bei der Firma Jakoby abgeliefert werden, da dort die Kapazität höher ist, teilt die Grünflächenabteilung der Stadtverwaltung mit.

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