Ehrung der Grünpaten

Der stille Hüter der Wanderwege

Als Hans Beutler in den Ruhestand ging, entdeckte er eine neue Aufgabe: Er kümmerte sich um sieben beliebte Waldwege im Umkreis von Homburg. FOTO: Christine Maack

Einöd. Seit 20 Jahren kümmert sich Hans Beutler ehrenamtlich um sieben Homburger Waldwege. Er ist damit einer von über 60 Grünpaten, die kürzlich von der Stadt für ihr Engagement geehrt wurden.

Er sei kein eigentlicher Grünpate, sondern ein Wanderwegbetreuer, betont Hans Beutler aus Einöd. Obwohl – inzwischen kümmert er sich mit Freunden aus dem Krankenpflegeverein auch um eine Grünfläche am Einöder Bahnhof, „aber ich habe mich 20 Jahre hauptsächlich um die Pflege der Wanderwege um Homburg bemüht“.

20 Jahre sind eine lange Zeit – und Hans Beutler ist damit der ideale Kandidat für ein Ehrenamt, denn „nur kurz mal vorbeikommen, ein paar Blumen gießen und wieder gehen“, das sei kein Ehrenamt, wie es vor 20 Jahren einmal der damalige Oberbürgermeister Joachim Rippel in seiner Dankesrede an die Grünpaten der Stadt formuliert hatte. Die erste Dankesrede, die auch Hans Beutler einschloss.

Nein, ein Ehrenamt erfordert vor allem Beharrlichkeit und Ausdauer. Und die hat Hans Beutler bewiesen. Es sei im Jahr 2000 gewesen, „da hat mich der damalige Kulturamtsleiter von Homburg, Peter Emser, angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, eine Grünpatenschaft zu übernehmen. Vor allem die Waldwege müssten öfter mal kontrolliert werden.“ Hans Beutler überlegte nicht lange, er war gerade in den Ruhestand gegangen – zuvor hatte er bei John Deere gearbeitet – und freute sich über die neue Aufgabe.

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