Tschernobyl Kinder

Gasteltern für Tschernobyl-Kinder gesucht

Die weißrussischen Kinder mit ihren Gasteltern und Betreuerinnen auf dem Spielplatz am Martin-Bucer-Haus in Breitfurt im heißen Sommer 2018. Mit dabei ist der Vorsitzende Peter Chodorski (Unten Zehnter von rechts). FOTO: Wolfgang Degott

Saarpfalz-Kreis. Die Saarländische Kinderhilfe sucht Gastfamilien, die weißrussische Kinder für drei Wochen aufnehmen.

Auch für die Sommererholung 2019 sucht die Saarländische Kinderhilfe wieder Gastfamilien, die weißrussische Kinder für drei Wochen in ihrer Familie aufnehmen. Seit dem Jahr 1994, also seit nunmehr 25 Jahren, konnten bereits 1007 Tschernobyl-Kinder ihre Ferien in der Region verbringen.

In einem Dankesbrief an die Gasteltern von Sascha Shuliakouski, der im vergangenen Sommer zur Erholung hier war, schrieb die weißrussische Mutter von Sascha: „Liebe Sigrid, vielen Dank für die herzliche Begrüßung und die Leckereien, mit denen Sie unseren Sohn während seines Aufenthaltes verwöhnt haben. Für ihn wird dieser Urlaub unvergesslich sein. Lasst uns auf verschiedenen Seiten der Grenze leben, aber wir sind vereint durch die Liebe zu Kindern.“

 Im Sommer 1994 kamen erstmals sieben weißrussische Kinder aus dem durch die Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl verstrahlten Gebiet zur Erholung. Die Fahrzeit mit dem Bus ist dank der verbesserten Infrastruktur in Polen mittlerweile kürzer geworden, die Verstrahlungsprobleme in Teilen von Weißrussland seien aber auch nach über 30 Jahren Reaktorkatastrophe noch lange nicht überwunden, so Peter Chodorski, Vorsitzender der Saarländischen Kinderhilfe. Nach wie vor sei die Sommererholung für die Kinder aus den verstrahlten Gebieten eine wichtige gesundheitliche Hilfe und ein außergewöhnliches, nachhaltiges Erlebnis.

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