Neue Grünschnittverordnung

Für Grünschnitt muss bezahlt werden

Am vergangenen Mittwoch hat die Homburger Verwaltung ihre Pläne zum Umgang mit Grünschnitt in der Stadt vorgestellt, der Rat stimmte den Plänen mehrheitlich zu. FOTO: Thorsten Wolf

Homburg. Entsorgungsverband Saar ist jetzt landesweit für Transport und Verwertung des Grünschnitts zuständig.

Als die Homburger Stadtverwaltung Ende des vergangenen Jahres die Bürger der Stadt über die Änderungen zur Entsorgung des Grünschnitts informierte, da war der Ärger teils groß, ging es doch auch um neue Gebühren für die Bürger. Das stieß vielen übel auf. Doch Homburgs Bürgermeister Klaus Roth (CDU) machte damals deutlich, dass die zum ersten Januar 2018 greifende Änderungen des saarländische Abfallwirtschaftsgesetzes (SAWG) und des Gesetzes über den Entsorgungsverband Saar (EVSG) umgesetzt werden müssten, einschließlich der neuen Gebühren. Was zudem viele ärgerte: Dass der EVS ab dem neuen Jahr landesweit für den Abtransport des Grünschnitts aus den Kommunen und dessen Verwertung zuständig ist, wurde schon im Jahr 2014 beschlossen. Und so mancher fragte sich da: Warum scheint Homburg erst kurz vor Schluss zu reagieren?

Roth war es nun auch, der die Pläne der Stadt zur Umsetzung des Gesetzesänderungen anlässlich der Stadtratssitzung am vergangenen Mittwoch vorstellte. Dabei ist natürlich vor allem von Bedeutung: Wie wird innerhalb der Stadt der Grünschnitt gesammelt und welche Kosten kommen auf die Bürger zu. Klaus Roth: „Wir hatten ursprünglich vorgesehen, einen großen, zentralen Sammelplatz anzulegen. Dort hätte jeder Bürger aus den Stadtteilen hinfahren müssen.“ Für diesen Platz habe man auch eine entsprechende Fläche hinter der Wertstoffzentrum. „Aufgrund der finanziellen Situation unserer Stadt haben wir den Bau dieses Platzes immer wieder vor uns hergeschoben, auch weil Kosten von rund einer Millionen Euro prognostiziert wurden.“

Diese hohe Summe, verdeutliche Roth, sei in den hohen Anforderungen begründet, die an einen solchen Platz gestellt würden – sei es im Bereich der Versiegelung der Fläche und bei der Anbindung an das Abwassernetz. Auch müsse auf einem solchen Platz ein Schredder betrieben werden können. Dies bedeute eine Genehmigung nach der Bundesimmisionsschutzverordnung. All die Anforderungen führten, so Roth, auch dazu, dass der Sammelplatz in Kirrberg geschlossen werden müsse. Nachdem man von den Plänen eines zentralen Platzes abgerückt sei, habe man sich dazu entschlossen, an der bisher praktizierten, dezentralen Sammlung in den Ortsteilen festzuhalten.

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