Schlafstörungen

Schlechter Schlaf hängt oft an schlechter Erinnerung

Schlafstörungen sind eine weitverbreitete Volkskrankheit. Es gibt dafür viele Faktoren, einige davon untersucht ein Forscherinnen-Team.FOTO: dpa / Malte Christians

Homburg. Menschen, die extreme körperliche Gewalt, einen Terroranschlag, Unfall, Krieg oder sonst Erschütterndes erlebt haben, schaffen es mitunter nicht, das Erlebte zu verarbeiten. Bei der posttraumatischen Belastungsstörung wird für die Betroffenen die Erinnerung zum Problem.

Belanglose Kleinigkeiten – ein Geruch, ein T-Shirt in bestimmter Farbe – lösen ohne Vorwarnung Flashbacks aus: Plötzlich und mit Wucht erleben sie das Schreckliche wieder und wieder – mehrmals am Tag.

„Typisch ist auch, neben Symptomen wie zwanghaftes Grübeln oder Reizbarkeit, dass Betroffene sich an wesentliche Teile des Geschehens nicht vollständig erinnern können“, erklärt Psychologie-Professorin und Trauma-Therapeutin Tanja Michael. Sie leitet an der Universität des Saarlandes die Lehr- und Forschungsambulanz für Psychologische Psychotherapie und arbeitet bei vielen Projekten mit dem Uniklinikum in Homburg zusammen.

 Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert nun ab diesem Monat mit rund 215 000 Euro ein Projekt, in dem die Arbeitsgruppe erforscht, ob der Schlaf Gedächtnisprozesse während erfolgreicher Trauma-Therapien verstärkt. Diese Forschungsergebnisse fließen auch in die Arbeit des Uniklinikums in Homburg ein.

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