Es gibt Grenzen

Wann darf die Feuerwehr Türen aufbrechen?

Feuerwehrleute müssen nicht nur bei Bränden helfen. Wenn eine Tür den Weg versperrt, um Menschen zu helfen, ist ihr Know-how ebenfalls gefragt. FOTO: Dirk Schäfer

HOmburg/Bexbach/KIrkel. Wer glaubt, sie ist die billige Variante zu privaten Schlüsseldiensten, liegt falsch. Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer: „Es gibt strikte Grenzen.“

Drei Feuerwehrautos heizen mit Blaulicht und Martinshorn durch die Stadt. Doch am Einsatzort ist von Rauch und Flammen nicht die geringste Spur. Helfer eilen an die Eingangstür eines Hauses und brechen sie auf. Damit ist der Einsatz für die Wehr beendet.

„Wir kommen nicht raus, wenn jemand seinen Schlüssel verloren hat“, sagt Dirk Schäfer, Sprecher beim Landesfeuerwehrverband Saarland, allerdings ganz deutlich. Es müsse schon einen ganz triftigen Grund geben, wenn seine Kollegen rauskommen, um mit Gewalt einer Pforte zu Leibe zu rücken. Bei einem Brand werde wohl keiner den Sinn anzweifeln, wenn es um Sekunden geht, Leben zu retten. Das sei selbstredend. Anders sehe es indes in Notsituationen aus, die eben nichts mit Feuer zu tun haben. Schäfer: „Wenn Menschen nicht zu erreichen sind, die eigentlich daheim sind, dann werden wir auch gerufen.“

Ein Beispiel: Der Pflegedienst klingelt an der Haustür wie jeden Tag. Eigentlich müsste jemand zu Hause sein. Aber die Tür bleibt zu, keine Reaktion, auch nicht nach mehreren Versuchen, die Person zu erreichen. „Es kann sein, dass jemand gestürzt und hilflos ist.“ Dann werde die Feuerwehr über die fürs Saarland zentrale Rettungsleitstelle in Saarbrücken hinzugerufen. Das kommt immer wieder vor. Jüngst gab es etwa einen ähnlich gelagerten Fall in Kirkel-Neuhäusel. Dabei hatte die Bewohnerin der Wehr allerdings noch selbst informiert aufgrund eines internistischen Notfalls.  Letztlich habe sie die Haustür doch selbst öffnen können. Bis der Rettungsdienst kam, wurde sie aber medizinisch betreut und versorgt.(wir berichteten).

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