Ausstellung „Echt krass“ am Johanneum

Jugendliche stark machen gegen Grenzverletzung und Gewalt

FOTO: Oliver Schales

Homburg. Die Ausstellung „Echt krass“ ist derzeit am Gymnasium Johanneum zu sehen. Entwickelt wurde sie vom Institut für Gewaltprävention „Petze“.

„Echt krass“ – aber auch „echt wichtig“ fanden die Schüler des Gymnasiums Johanneum die Ausstellung, die seit dem 22.­Oktober in der Schule zu sehen ist. Sie richtet sich an die Klassenstufen sieben bis neun und bleibt hier noch bis zum 8. November aufgebaut. Die Ausstellung „Echt krass“ thematisiert die Prävention gegen sexuelle Gewalt im Jugendalter und wurde vom Institut für Gewaltprävention „Petze“ entwickelt.

Ansprechpartner für Schulen und Begleiter ist das Institut „Nele“ in Saarbrücken, das Beratungen und Prävention gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen anbietet. Von diesem wurden die Lehrer des Johanneums in das Konzept der Ausstellung und die Erkenntnisse aus Beratungsarbeit und Studien eingeführt. Gerade die Zeit des Jugendalters, in der sich Jugendliche neu orientieren müssen, so eine Mitarbeiterin von Nele, sei eine sehr sensible Phase, in der sexuelle Grenzverletzungen weitreichende Folgen für die weitere Entwicklung haben.

Daher sei das Ziel des interaktiven Mitmachparcours „Echt krass“, Jugendlichen zu vermitteln, dass sie nichts hinnehmen müssen, was ihre eigenen Grenzen überschreitet. Sie erfahren, dass sie Anspruch auf Schutz und Hilfe haben, und lernen, wie sie sich gegen verbale oder körperliche Gewalt wehren können. Dabei ist der Bereich sexueller Übergriffe unter Jugendlichen weit gespannt und reicht von abwertenden Blicken über verbale Aggression und „Angrabschen“ bis hin zur Vergewaltigung.

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