Buchvorstellung in Homburg

Als die Saarpfalz noch zu Bayern gehörte

Martin Baus, Jutta Schwan und Bernhard Becker (von links) präsentierten das Buch „Bayern an der Blies – 100 Jahre bayerische Saarpfalz“. FOTO: Thorsten Wolf

Sanddorf. Im Karlsberger Hof in Sanddorf wurde am Mittwochabend das neue historische Werk „Bayern an der Blies“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dass die Saarpfalz eine gewichtige, bayerische Vergangenheit hat, das gehört inzwischen fast schon zum Allgemeinwissen. Doch jenseits dieses Allgemeinen stand es in den vergangenen Jahren in Sachen wissenschaftlicher Aufarbeitung von Fakten nicht ganz so gut. Sowohl die Pfalz als auch Bayern beleuchteten in ihren jeweiligen Geschichtsschreibungen die Jahre zwischen 1816/1818 und 1919, dem „bayerischen Jahrhundert der Saarpfalz“, meist nicht wirklich.

In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Forschungslandschaft aber zunehmend für diese Epoche geöffnet. Dazu trug im Jahr 2017, im Vorfeld des Jubiläums „200 Jahre Saarpfalz-Kreis“, auch eine eigens einberufenen wissenschaftliche Tagung des Saarpfalz-Kreises in Kooperation mit der Siebenpfeiffer-Stiftung mit bei. Die Beiträge aus diese Tagung haben nun Eingang in ein neues Buch gefunden: „Bayern an der Blies – 100 Jahre bayerische Saarpfalz“, herausgegeben von Martin Baus, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Siebenpfeiffer-Stiftung, Bernhard Becker, Fachbereichsleiter „Kultur- und Heimatpflege“ beim Saarpfalz-Kreis, und der Kunsthistorikerin Jutta Schwan beleuchtet diese bedeutsame Zeit aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, politisch, wirtschaftlich, kulturell und historisch.

Am Mittwochabend wurde das rund 400 Seiten starke Werk aus der Feder unterschiedlicher Autorinnen und Autoren – darunter auch Baus, Becker und Schwan – im Karlsberger Hof in Sanddorf der Öffentlichkeit vorgestellt.

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