Andere Konzepte müssen her

Es geht um die Zukunft der Seelsorge

Unser Bild zeigt die Waldmesse der Pfarrei an Mariä Himmelfahrt im Jahr 2017. FOTO: Getrud Schwartz

Gersheim. An Mariä Himmelfahrt setzt die Pfarrei Heilig Kreuz in Gersheim ihr pastorales Konzept in Kraft.

Mit einem Gottesdienst am Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August setzt die Pfarrei Heilig Kreuz in Gersheim ihr pastorales Konzept in Kraft. „Ich spreche Ihnen meine große Anerkennung und meinen hohen Respekt für die geleistete Arbeit und für das Engagement aus“, gratuliert Domkapitular Franz Vogelgesang, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen Ordinariats, den Verantwortlichen in der Pfarrei Heilig Kreuz zur Fertigstellung ihres pastoralen Konzepts. Es soll der Pfarrei künftig als „wertvolle Richtschnur bei notwendigen Entscheidungen sowie als hilfreiches Instrument bei der Reflexion der konkreten Arbeit“ dienen.

Die Pfarrei hat ihrem Konzept eine Pfarreianalyse zugrunde gelegt, die wesentliche Herausforderungen für die künftige Seelsorge benennt. Aufgrund weniger Arbeitsplätze und ungünstiger Verkehrsanbindungen sind viele junge Menschen gezwungen, aus dem Bliesgau wegzuziehen. Das führt zu einem vergleichsweise hohen Durchschnittsalter in der Pfarrei und einem überdurchschnittlich großen Anteil von eher traditionell eingestellten Gläubigen aus der Kriegs- und Nachkriegsgeneration. Die Befragung förderte auch zu Tage, dass sich viele Gläubige mehr Zeit der Seelsorger für die persönliche Begegnung und mehr Gemeinschaftsgefühl in der Pfarrei wünschen.

Als Vision benennt die Pfarrei in ihrem pastoralen Konzept den Wunsch, „mit einfacher Sprache, auf Augenhöhe, mit Achtsamkeit und Leichtigkeit in den Dialog mit den Menschen zu kommen.“ Die Mitglieder der Pfarrei wollen Menschen für den Glauben begeistern, glaubwürdig Zeugnis geben, Hoffnung ausstrahlen und auch kleine Anfänge würdigen. In Leitsätzen bekräftigen sie die Ziele, in der Kinder- und Jugendarbeit Neues auf den Weg zu bringen, ehrenamtlich Engagierte zu stärken und das Potenzial der Kindertagesstätten für die Gemeinden stärker in den Blick zu nehmen. Aus diesen Zielen werden in dem Konzept konkrete Maßnahmen für die Katechese, die Liturgie, die Caritas und die Bildungsarbeit innerhalb der Pfarrei abgeleitet.

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