Ein Leben in trauter Zweisamkeit

Seit 70 Jahren sind sie unzertrennlich

Elvira und Willi Kunkler feierten am Dienstag in Aßweiler das seltene Fest der Gnadenhochzeit. FOTO: Hans Hurth

Aßweiler. Die Eheleute Kunkler feierten in Aßweiler das sehr seltene Fest der Gnadenhochzeit. 

Wenn es der Stadtverwaltung – trotz Wunsch der Beteiligten – auch keine Mitteilung an die Presse wert war, so hatte es sich doch rumgesprochen: das äußerst seltene Fest der Gnadenhochzeit. Denn in Aßweiler sind Elvira und Willi Kunkler bereits seit 70 Jahren ein unzertrennliches Paar, das durch dick und dünn geht und auch heute noch ein erfülltes und gesundes Eheleben führen kann.

Kennengelernt haben sich Elvira, geborene Hoffmann ( 93) aus Ballweiler, und das Aßweiler Urgestein Willi (94) in der Fastnachtszeit 1947 während eines Spaziergangs Richtung Ommersheim. „Am 26. August 1949 haben wir in der Gnadenkapelle auf dem Klosterberg geheiratet. Dort feierten wir am heutigen Ehrentag auch mit den Patres das Dank-Amt“, erzählt die Jubilarin. Aus der Ehe gingen die Kinder Klaus, Michael, Gabriele, Christine und Angelika hervor, neun Enkel und zehn Urenkel zählen zur Familie und kamen zum Gratulieren.

Beruflich war der Diplom-Kaufmann Willi Kunkler im Steuerbereich tätig, so im Finanzministerium, beim Finanzamt und schließlich viele Jahre bei der Arbeitskammer. Als Kommunalpolitiker dürfte sich Willi Kunkler auf die Fahne schreiben, dass er kurz vor der Gebiets- und Verwaltungsreform im Jahre 1974 auf den letzten Drücker – zwischen den beiden Orten Biesingen und Aßweiler als Standort – die Hölschberghalle mit Altenbegegnungsstätte, Sporthalle und Kegelbahn „durchgeboxt“ hat. Von 1968 bis 1974 war das CDU-Mitglied nämlich Vorsteher des damaligen Amtes Aßweiler, einschließlich Biesingen und Erfweiler-Ehlingen sowie des die drei Orte umfassenden Mehrzweckhallen- und Kindergarten-Zweckverbandes.

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