Eine Bürgermeisterin sagt Adieu

Es warten: drei Enkelkinder und der Garten

Nimmt in wenigen Tagen Abschied vom Amt der Bürgermeisterin in Blieskastel: Annelie Faber-Wegener. FOTO: BeckerBredel

Blieskastel. Nach 14-jähriger Amtszeit im Blieskasteler Rathaus am Paradeplatz verabschiedet sich die Bürgermeisterin ins Privatleben.

14 Jahre – das ist eine kleine Ewigkeit. Auch wenn man aus der Retrospektive meint, die Zeit sei mit dem Learjet vorbeigerauscht. 14 Jahre Dienst im Blieskasteler Rathaus und dann? Tun sich neue Welten auf.

Nichts ist für die Ewigkeit, das weiß auch Annelie Faber-Wegener. Ein paar Tage Urlaub macht sie gerade um dann, am Mittwoch 18. September, ihrem Nachfolger Bernd Hertzler das weite und manchmal auch mit Fallstricken übersäte Feld eines Amtes im Chefsessel zu überlassen. Am Donnerstagmorgen saß die SZ bei ihr im Büro. Wir fragten nach, wie denn das werte Befinden sei, so wenige Tage vor einem völlig neuen Leben. Vor einem Leben, in dem die Öffentlichkeit nichts mehr verloren hat. „Das Positive überwiegt“, sagt die 60-Jährige und lächelt. „Ich gehe stolz und frohen Herzens. Ich muss mich mit meinen Leistungen nicht verstecken“, fügt sie mit festem Blick noch hinzu.

Als sie peu à peu ihr Büro aufräumte, das sie nach verlorener Wahl nun verlassen wird, kamen wieder viele Erinnerungen hoch. Projekte, die sich zerschlagen haben, Erfolgserlebnisse, die haften bleiben, die vielen Begegnungen mit Menschen, die man nicht missen möchte. Das allerdings ist nur die eine Seite. Die andere nennt sich Zeit- und Leistungsdruck, wie die Noch-Bürgermeisterin sagt. Mit 60 bis 70 Stunden die Woche, mit unzähligen Wochenend-Terminen. „Man ist eigentlich immer im Dienst, ständig unter Beobachtung“, sagt Annelie Faber-Wegener. Ein Privatleben finde kaum mehr statt, die „ständige Präsenz“ stehe im Vordergrund: „Manchmal ist es da schwierig sich abzugrenzen.“ Doch das Ganze sei auch schön, „mit so vielen sozialen Kontakten“.

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