Blieskastel

„Finanziell ist Licht am Ende des Tunnels“

CDU-Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener an ihrem Schreibtisch im Blieskasteler Rathaus. FOTO: Schickert

Blieskastels Verwaltungschefin schaut zurück auf 2018 und wagt kurz nach Beginn des neuen Jahres einen Blick nach vorne.

Frau Bürgermeisterin Faber-Wegener, was war das wichtigste Ereignis für Sie im Jahr 2018?

FABER-WEGENER: Da muss ich nicht lange überlegen. Das war die Geburt unseres zweiten Enkelkindes Henry im August. Da er bei uns im Haus wohnt, bekomme ich seine Entwicklung auch intensiv mit. Und natürlich darf die Oma ab und an auch Babysitten. Dienstlich gesehen gab es auch viele wichtige Ereignisse. Manchmal ist es wie bei einer Geburt. Man muss monatelang schwanger gehen, bis man endlich am Ziel ist. Zum Beispiel die Einweihung unserer neuen Kita in Bierbach a. d. Blies. Bei einem weiteren Projekt, an dem ich seit Jahren arbeite, konnte im Herbst endlich der Knoten durchschlagen werden. Es handelt sich dabei um die Umgehung Altstadt Ost. Es ist der letzte Teil unseres Verkehrskonzepts, das wir gemeinsam mit dem Landesbetrieb für Straßenbau umsetzen. In diesem Jahr sollen nun die ersten Leitungen verlegt werden und 2020 geht es mit der eigentlichen Baumaßnahme los. Bereits im Vorfeld habe ich dazu Vorkehrungen getroffen, dass es ausreichend Parkplätze gibt. Sobald der konkrete Bauzeitenplan steht, werden wir die Bürger zu einer Informationsveranstaltung einladen.

Was lief in der Stadt Blieskastel im vergangenen Jahr gut, was bewerten Sie als nicht so gelungen?

FABER-WEGENER: Gerade in den letzten Wochen sind wir bei drei ganz wichtigen Projekten entscheidende Schritte nach vorne gekommen. Aber zunächst zu dem nicht so gelungenen. Eigentlich wollten wir im Herbst unseren Waldkindergarten eröffnen. Leider sind wir dabei zwischen die Mühlen der Bürokratie geraten. Was als pädagogisches Naturprojekt gedacht war, entpuppt sich nun als ein schwieriges Bauprojekt. Aber auch hier bin ich guter Dinge, dass im Frühjahr die Voraussetzungen geschaffen werden können. Sehr erfreut bin ich darüber, dass wir dank der Hilfe unseres Innenministers Klaus Bouillon die Sporthalle in unserem Freizeitzentrum 2019 sanieren können. Auch der Landrat, dessen Schulen die Halle zu fünfzig Prozent nutzen, hat seine Beteiligung zugesagt. Weiterhin sind wir beim Bau eines Biosphärenhauses und der Sanierung der Bliesgaufesthalle einen entscheidenden Schritt weiter: Der Stadtrat ist meinem Vorschlag gefolgt, die alte Festhalle abzureißen und in diesem Bereich neu zu bauen. Dies ist ein richtungsweisendes Projekt für unsere Stadt und in 2019 soll sich daran nun ein Architektenwettbewerb anschließen. Ebenso habe ich zum Jahresende die Zustimmung unseres Innenministers erhalten, dass das Polizeirevier Blieskastel in das Haus des Bürgers umziehen darf. Dadurch werden unsere Bürger und Bürgerinnen kürzere Wege zu ihrer Polizei haben und es wird Synergieeffekte bei der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung geben, z. B. der Ortspolizei, der Feuerwehr, oder der Meldebehörde. Besonders hervorheben möchte ich das ehrenamtliche Engagement in Blieskastel. Das ist ganz außergewöhnlich. Wir haben eine Vielzahl von Sport- und kulturtreibenden Vereinen. Es ist beachtlich, was diese für unsere Kinder, Jugendlichen, Mitbürgerinnen und Mitbürgern anbieten. Beeindruckend ist auch die Leistungsstärke und das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr. Unter anderem durch die klimatischen Veränderungen und die damit einhergehenden Sturm-, Starkregen- und Hochwasserereignisse haben sich die Einsätze seit 2014 verdreifacht. Die Feuerwehrkameraden und Feuerwehrkameradinnen die bei jeder Tag- und Nachtzeit sowie bei jeder Wetterlage ausrücken haben unser aller Respekt und größten Dank verdient.

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