Thema kommt in den Ortsrat Oberbexbach

Lösung für Utopion-Gelände in Sicht

Gibt es wieder Hoffnung für große Rollenspiele auf dem Utopion-Gelände in Bexbach? Die Stadt treibt jetzt doch noch Planungen voran. Nächste Woche werden sie in Oberbexbach vorgestellt. FOTO: Rico Pahlig

bexbach. Die Stadt hat nun doch ein Konzept erstellt, wie man den Bebauungsplan für das Rollenspielgelänge am Saarpfalz-Park vorantreiben kann. Er wird am Mittwoch im Oberbexbacher Rat vorgestellt. Die Feilbachaue wird nun ausgeklammert.

Was an Neuigkeiten in puncto Utopion-Gelände informell auf der Tagesordnung des Ortsrates Oberbexbach am Mittwoch, 11. Dezember, steht, könnte den Durchbruch bedeuten: Der Bebauungsplan „Historische Siedlung am Saarpfalz-Park“ soll in „Abenteuer- und Freizeitgelände „LARP“ umbenannt werden. Vor allem will man das Landschaftsschutzgebiet Feilbachaue jetzt ausklammern. Das soll der Stadtrat am 19. Dezember beschließen. Mit Investor Gregor Hoch sollen die auf dem Gelände geplanten Veranstaltungen in einem Rahmenvertrag festgezurrt und dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden. Außerdem soll die Verwaltung ermächtigt werden, ein Angebot zur Beauftragung eines Planungsbüros einzuholen und mit Hoch abzuklären, welche Kosten er übernimmt. Angedacht ist, dass er alle Planungen und Gutachten zahlt, insofern sie nicht bereits vorliegen. Der Bebauungsplan soll dann auf Grundlage des Rahmenvertrags erstellt werden. Außerdem werden die naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen in einem Städtebaulichen Vertrag festgehalten, dabei auch die Oberste Naturschutzbehörde eingebunden.

Ist der Bexbacher Stadtrat am 19. Dezember mehrheitlich für den nun vorgelegten Plan, könnte endlich das von Hoch seit langem erwartete Bebauungsplanverfahren in die Gänge kommen. Der Österreicher will auf dem Gelände bekanntlich die Infrastruktur verändern, unter anderem eine Art Taverne und acht bis zwölf Hobbithäuser für Übernachtungsgäste auf knapp 250 Quadratmetern als touristisches Highlight errichten. Schwierigkeiten bereiteten der Verwaltung unter anderem das Landschaftsschutzgebiet. Weil die Stadt Bexbach das Verfahren trotz eines anderslautenden Ratsbeschlusses vom Mai bisher nicht vorantrieb, hatten die Macher der Hauptveranstaltung, des Live-Rollenspiels „Epic Empire“ angekündigt, ab2020 vom Gelände weggezuziehen. Doch der Schritt ist noch nicht vollzogen, erklärt Gregor Mascher, Vorstandsmitglied des gleichnamigen Vereins „Epic Empire“. Denn ein Umzug koste Geld und man schätze die Lokalität in Bexbach. Solange aber nichts wasserdicht sei, nehme man andernorts Gesprächs- und Besichtungstermine wahr.

Gregor Hoch zeigte sich am Freitag ob der nun doch voranschreitenden Planung erfreut: „Ich finde es sehr gut, dass die Gemeinde sich um einen nächsten Schritt bemüht. Was es im Detail bedeutet, werden die nächsten Gespräche zeigen. Wir nehmen das als sehr positives Zeichen der Gemeinde.“

top