Im Sommer wichtig

Dämmung ist auch Schutz vor Hitze

Holz, Hanf und Harz - Hausbau mit natürlichen Materialien Zum Themendienst-Bericht "Umwelt/Bauen/Wohnen/KORR/" von Sandra Hoffmann vom 29. August: Roggenschrot statt Mineralwolle - Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen können beim Bauen inzwischen in fast allen Bereichen eingesetzt werden. (Honorarfreie Veröffentlichung nur für dpa/gms-Themendienst-Bezieher mit dem Quellenhinweis "Ceralith/dpa/gms") FOTO: gms / Ceralith

Homburg. Wer sein Haus dämmt, schützt es nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Hitze. Haben Dämmstoffe ein höheres Gewicht und eine bessere Speicherkapazität, so beeinflussen sie den sommerlichen Wärmeschutz zusätzlich positiv.

Man dämmt Häuser gegen Kälte, aber auch gegen Wärme. Dämmmaterialien sind in den vergangenen Jahren mit so viel Werbeaufwand in den Markt gedrückt worden, dass das Pendel nun zurückschlägt und das Material in Verruf gerät. Es sei leicht brennbar, schwer entsorgbar – und ein weiterer Vorwurf ist: „Dämmung braucht mehr Energie zur Herstellung als sie später einspart“. So verbreitet diese Behauptung ist, so falsch sei sie, betont Reinhard Schneeweiß, Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale. „Richtig ist, dass Dämmstoffe unterschiedlich viel Primärenergie bei der Herstellung benötigen“, erläutert er, „richtig ist aber auch, dass jeder Dämmstoff während seiner Nutzungszeit deutlich mehr Energie einspart als er zur Produktion verbraucht hat“, stellt Schneeweiß klar.

Zellulose als Dämmstoff benötigt etwa zehn bis 60 Kilowattstunden pro Kubikmeter Dämmstoff bei der Herstellung. Das bedeutet, dass eine nach Neubaustandard gedämmte Wand bereits nach acht Monaten den Energieaufwand der Produktion wieder eingespart hat.

Für andere Dämm-Materialen ist hingegen der Aufwand für die Produktion erheblich größer. So verlängert sich der Zeitraum bei Spezialdämmstoffen deutlich bis auf mehrere Jahre.

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