Utopion-Gelände Bexbach

Fantasy-Schlachten ohne Flurschaden

Hier betritt man das Utopion-Gelände vom Saarpfalz-Park Bexbach aus. FOTO: Eric Kolling

Bexbach. Gregor Hoch, Pächter des Utopion-Areals, zeigt bei einer Begehung den Geländezustand nach dem größten Liverollenspiel dort und erläutert seine Pläne. Während er den Umweltschutz betont, wird er in punkto Genehmigungs-Hickhack langsam ungeduldig.

Man hat die Müllberge auf dem Rocco-del-Schlacko-Gelände vom letztem Wochenende noch vor Augen: Tonnenweise Papier, Flaschen, Zelte der Camper auf dem Püttlinger Sauwasen. Der Kontrast zum Bexbacher Utopion-Gelände könnte kaum größer sein. Da endete am Samstag das Epic Empires, das größte, dort stattfindende Rollenspiel-Event. Und zu sehen ist davon bei einer Begehung mit der Presse: nichts. Weder liegt auch nur ein Stück Müll dort, wo vor zwei Tagen erst rund 1000 Kostümierte gegeneinander kämpften oder miteinander handelten. Noch ist dort das Gelände verwüstet, das Gras zertrampelt. Spieler und Helfer hätten gesammelt, was noch herumlag – später wird ein Transparentbeutel im A5-Format mit den „Fundstücken“ herumgereicht.

„Und das ist die Lage nach dem Worst-Case“, schildert Gregor Hoch zufrieden. Er ist der Pächter des Utopion-Geländes nahe des Saarpfalz-Parks Bexbach, selbst Live-Rollenspieler. Diese hätten von einem unbelasteten Areal am meisten. Tonnenweise Müll, Autoreifen, Kühlschranke, Matratzen und Plastikplanen hätten sie früher aus dem Steinbruch und dem übrigen Gelände geschafft. Vor kurzem ein von Unbekannten zugeschüttetes Biotop in Rücksprache mit dem Umweltministerium in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.

Hoch möchte auf dem Gelände gerne Altbauten rechtssicher umgestalten. Also etwa ein spartanisches Haus brandsicher gestalten, in dem die Bundeswehr früher Häuserkämpfe simuliert hat. Aber auch auf einem ganz anderen Teil des 110 Hektar großen Areals, direkt am Saarpfalz-Park, ein ähnliches Gebäude (erinnernd an eine Taverne wie bei „Herr der Ringe“) und darum acht bis zwölf Hobbithäuser für Touristen errichten. Rund 250 Quadratmeter des Gesamtareals sind von seinen Bauplänen betroffen, berichtet der Österreicher, der über seine Rollenspielfreude zu dem Gelände kam.

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